PLA’s Biowaffe Lehrbuch Erklärt – Kapitel 4 (Teil 1)

DE Übersetzer: 文月 / Überprüfer : Nena

Dies ist eine Zusammenfassung von Kapitel 4 (Teil 1) des Biowaffen-Lehrbuchs der KPCh “Der unnatürliche Ursprung von SARS und das von Menschengemachte neuartige Virus als genetische Waffe.” Kapitel 4 ist ziemlich lang, deshalb werde ich es in zwei Artikeln erklären: Dies ist Teil 1. Ich habe Kapitel 3 übersprungen, in dem es rein um biologische Konzepte wie Evolution, Mutation und phylogenetische Bäume geht.

Kapitel 4: Zeitgenössische genetische Biowaffe (neu auftretende menschliche Infektionserreger und Krankheitsgene) und ihre Freisetzungsmethoden.

Die definierenden Merkmale der zeitgenössischen genetischen Biowaffen

Gemäß Abschnitt 1 des Kapitels 4 sollte eine zeitgemäße Biowaffe die folgenden Merkmale aufweisen, die sie von traditionellen Biowaffen unterscheiden. Der Autor verwendet das Wort “zeitgenössische Biowaffe”, meint aber Biowaffen der nächsten Generation. Im Grunde handelt es sich dabei um Biowaffen mit KPCh-Merkmalen – der Fokus liegt darauf, wie man eine Biowaffe “natürlichen” Ursprungs erscheinen lässt. Eine gentechnisch veränderte Biowaffe wird durch serielle Passage und Adaptionsversuche in Tiermodellen weiter optimiert, so dass der Erreger besser an die Infektion des Menschen angepasst ist. Mutationen werden die Spuren des künstlichen Gen-Editierens verwischen. (Seite 84-85)

  • Traditionelle Biowaffen sind verbesserte Versionen von existierenden Pathogenen. Moderne Biowaffen werden durch genetisches Editing erzeugt, gefolgt von serieller Passage und adaptiven Versuchen in Tiermodellen – dieser Prozess kann den tierischen Erreger in einen neuartigen, künstlichen Erreger für den Menschen verändern.
  • Traditionelle Biowaffen werden meist als Aerosole freigesetzt. Zeitgenössische Biowaffen hingegen werden zunächst appliziert, um Tiere im Zielgebiet zu infizieren, die dann wiederum Menschen infizieren.
  • Zeitgenössische Biowaffen werden manchmal als pathogenübertragende Tiere freigesetzt.
  • Zeitgenössische Biowaffen können für Zwecke jenseits des Krieges eingesetzt werden. Die Autoren schreiben auf Seite 85: “Im Gegensatz zu den traditionellen genetischen Biowaffen wird die zeitgenössische genetische Biowaffe nicht für militärische Zwecke eingesetzt, sondern für die kritischen Bedürfnisse der terroristischen Erpressung, der Politik und der regionalen oder internationalen Strategie in Abwesenheit eines Weltkrieges. Obwohl ein Krieg oder eine Militäraktion eine wichtige “letzte-Mittel”-Option für politische Missionen ist, ist sie zu offensichtlich und wird die Verurteilung der Welt auf sich ziehen. Wenn zeitgenössische Biowaffen eingesetzt werden, ist der Prozess klandestin und die Beweissammlung ist schwierig. Selbst wenn Beweise aus der Wissenschaft oder harte Beweise wie Viren oder Tiere vorgelegt werden, kann der Angreifer die Wahrheit leugnen, vereiteln oder unterdrücken. Dies wird internationale Organisationen und rechtschaffene Personen hilflos machen.” Der chinesische Originaltext ist unten abgebildet.
  • Die Folgen eines solchen Biowaffenangriffs sind schwerwiegend und unvorhersehbar. Der freigesetzte Krankheitserreger kann jahrzehntelang im Einsatzgebiet verbleiben.

Zeitgenössische Biowaffen sind sehr getarnt

Wie schwierig es ist, einen Biowaffen-Terroranschlag zu untersuchen, zeigen die Autoren am Beispiel des Anthrax-Brief-Anschlags 2001 in den USA. Neun Jahre nach dem Angriff konnte das FBI den Täter, der den Biowaffenangriff startete, immer noch nicht eindeutig identifizieren. Ein traditioneller Biowaffenangriff wie Anthrax ist bereits sehr schwierig zu untersuchen, und neue, zeitgenössische Biowaffen sind noch heimlicher und schwieriger zu entdecken. (Abschnitt 2, Seiten 85-88) 

Die sechs Arten von neuartigen Biowaffen

Die Autoren zitieren den Artikel “Next generation bioweapons” von Michael Ainscough (Colonel, USAF), um sechs Arten neuartiger Biowaffen zu beschreiben. (Abschnitt 3, Seiten 89-98)

Binäre Biowaffe*

Eine binäre Biowaffe besteht aus zwei unschädlichen Komponenten, die bei Vermischung einen gefährlichen Erreger bilden. So kann z. B. die Virulenz eines Bakteriums durch die Anwesenheit virulenter Plasmide stark erhöht werden. Die beiden Komponenten einer binären Biowaffe werden in der Regel getrennt gehalten und erst unmittelbar vor dem Einsatz vermischt.

 Die Autoren verwiesen auch auf das Beispiel der Erzeugung chimärer Gelbfieber-Influenza-A-Viruspartikel durch Fusion der Virushüllen.

*Designer-Gene* *

Basierend auf dem aktuellen Kenntnissen über die Biochemie und die Genome verschiedener Spezies kann ein völlig neuer Organismus konstruiert und sogar künstlich synthetisiert werden. Ein artifizieller Influenza-Virenstamm kann erstellt werden, um die natürliche Mutation des Influenza-Virus zu imitieren. Ein artifizieller Erreger kann aus verschiedenen Modulen oder Teilen zusammengesetzt werden. Die moderne Technologie könnte bald in der Lage sein, Mykoplasmen zu synthetisieren, eine Bakteriengattung mit dem kleinsten Genom. Es ist auch möglich, Viren zu synthetisieren.

**Gentherapie als Biowaffe* * 

Die Gentherapie ist ein Verfahren zur dauerhaften Integration einer artifiziellen Sequenz in das Target-Genom. Häufig wird ein vektorähnliches Retrovirus verwendet, um eine Sequenz in das menschliche Genom einzufügen, um ein fehlerhaftes Gen zu ersetzen. Dieser Prozess kann als Waffe eingesetzt werden, wenn er in umgekehrter Weise durchgeführt wird, z. B. um gute Gene durch schlechte Gene zu ersetzen.

* *Stealth-Viren* *

Stealthviren bleiben nach der Infektion des Genoms einer Population in einem inaktiven Zustand. Sie können durch einen externen Stimulus aktiviert werden, um virale Krankheiten zu verursachen. Zum Beispiel bleiben Herpesviren normalerweise inaktiv, verursachen aber Läsionen, wenn sie durch einen externen Stimulus aktiviert werden. Stealthviren können als Biowaffe zur Erpressung eingesetzt werden.

Bei der Stealth DNA handelt es sich um Onkogene oder onkogen-ähnliche Viren, die aktiviert werden können, um Krebs zu verursachen.

**Host-swapping diseases* (Wirtswechselkrankheiten) 

Hierbei handelt es sich um die Umwandlung eines tierischen Virus in ein menschliches Virus, d. h. das Virus hat die Artengrenze übersprungen, um den Menschen zu infizieren. Ein Tiervirus kann genetisch bearbeitet oder absichtlich modifiziert werden, um Menschen zu infizieren.

Unter natürlichen Bedingungen braucht ein Tiervirus Jahrzehnte oder Hunderte von Jahren, um die Artgrenze zu überwinden. Durch kontinuierliche Übertragung oder adaptive Versuche kann der Prozess jedoch stark beschleunigt werden. Eine Biowaffe, die durch einen solchen Prozess hergestellt wird, kann wie das Produkt einer natürlichen Mutation aussehen, aber die Evolutionszeit ist zu kurz. Ein Virus ist wahrscheinlich eine Biowaffe, wenn es sich mit einer Geschwindigkeit entwickelt, die ein Vielfaches der natürlichen Evolution beträgt.

Die Autoren erwähnten zwei gain-of-function Experimente, die 2012 veröffentlicht wurden. Beide Experimente veranschaulichen, dass eine kontinuierliche Übertragung oder adaptive Versuche in Tiermodellen genügend Mutationen induzieren könnten, um das H5N1-Vogelgrippevirus über die Luft zu übertragen. In der ersten Versuchsreihe modifizierten Sander Herfst und seine Gruppe zunächst das H5N1-Vogelgrippevirus durch ortsgerichtete Mutagenese und eine kontinuierliche Übertragung in Frettchen. Später wurden Experimente zur Übertragung über die Luft durchgeführt, um den Virusstamm auszuwählen, der sich am leichtesten über die Luft verbreitet.

Im zweiten Experiment suchten Masaki Imai und seine Gruppe zunächst nach einem optimalen rekombinanten H5N1/H1N1-Stamm für die Bindung an Rezeptoren im menschlichen Atmungssystem. Anschließend führten sie serielle Passagen in Frettchen durch, um den infektiösesten Virusstamm auszuwählen. Beide Experimente zeigen, das durch mehrere Versuche ein Virus über die Luft übertragbar gemacht werden kann, um es für die Infektion von Menschen zu optimieren.

**Designer-Krankheiten*

Aufgrund von Fortschritten in der Zell- und Molekularbiologie könnte es möglich sein, einen artifiziellen Erreger für hypothetische Symptome zu konstruieren. Designerkrankheiten können Mechanismen wie das Ausschalten des Immunsystems, das Auslösen von Krebs oder das Einschalten des programmierten Zelltods haben.

Genetische Biowaffen wie Designerkrankheiten, Designergene und Stealthviren sind vom Konzept her ähnlich. Alle sechs Arten zeitgenössischer Biowaffen beinhalten ein gewisses Maß an Design eines neuartigen Pathogens oder Agens zur Infektion von Menschen. 

Diskussion 

Nach den obigen Definitionen handelt es sich bei COVID-19 wahrscheinlich um eine Wirtswechsel-Biowaffe. Laut Dr. Li-meng Yan ist die Vorlage dieser Biowaffe das Zhoushan-Fledermausvirus. Die PLA hat den Spike des Template-Virus genetisch editiert (z. B. durch Austausch eines Rezeptor-Bindungsmotivs, das mit menschlichem ACE2 binden kann), um es für die Infektion von Menschen geeignet zu machen. Dann führten sie ihren entscheidenden Schritt durch – die Serie von Durchgängen in Tiermodellen – um COVID-19 den Anschein zu geben, aus natürlichen Mutationen zu stammen. Dennoch konnte Dr. Yan einige Merkmale des artifiziellen Gene Editing erkennen.

Referenzen:

Next Generation Bioweapons“, Colonel Michael Ainscough.

Airborne transmission of influenza A/H5N1 virus between ferrets“, Herfst, S., et al., Science 2012, 336 (6088): 1534-1541.

Experimental adaptation of an influenza H5 HA confers respiratory droplet transmission to a reassortant H5 HA/H1N1 virus in ferrets“, Imai, M., et al., Nature, 2012, 486 (7403): 420-428.

(EN Author: Billwilliam, Reviewer: Irene)

EN-Link:https://gnews.org/914871/

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